Warum es uns gibt

Mehr als sieben Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter sind in Deutschland ohne Berufsausbildung. Wer ohne Schul- oder Ausbildungsabschluss bleibt, hat kaum Chancen auf eine erfolgreiche Eingliederung in den Arbeitsmarkt. Arbeitslosigkeit und ein hohes Armutsrisiko sind die absehbaren Folgen für den einzelnen Betroffenen. Aber auch die gesellschaftlichen Folgekosten fehlender beruflicher und sozialer Integration sind enorm.

Oft entscheiden die individuellen familiären, wirtschaftlichen und sozialen Rahmenumstände frühzeitig darüber, welcher beruflichen Zukunft Jugendliche später entgegen sehen. In Großstädten wie Berlin befindet sich eine hohe Zahl von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in vergleichweise schwierigen Ausgangssituationen. Teilweise sind es bis zu 75 % der Jugendlichen eines Bezirks, die unmittelbar oder mittelbar von staatlichen Sozialleistungen abhängen.

Während viele junge Berliner keinen Ausbildungsplatz finden, bleiben gleichzeitig tausende von Ausbildungsplätzen unbesetzt. Zunehmend wird dabei auf die fehlende Ausbildungsreife der Schulabgänger hingewiesen. Häufig fehlen aber auch inspirierende Rollenvorbilder und kompetente Ratgeber im jeweiligen persönlichen Umfeld, um individuelle berufliche Perspektiven zu erkennen und zu entwickeln.

Wo staatliche Einrichtungen und/oder die Familien an Grenzen stoßen, setzen wir an.

Wir sind davon überzeugt, dass es durch ein koordiniertes privates Engagement gelingen kann, mehr jungen Menschen konkrete und nachhaltige Lebens- und Berufsperspektiven zu eröffnen. Deshalb vernetzen wir Schüler der 9. und 10. Klasse aus Schulen in sozialen Brennpunkten mit erfolgreichen Berufstätigen und helfen, ihre Talente zu entdecken, ihre Interessen zu fördern, die vorhandenen Potentiale auszuschöpfen und neue Energien und Motivation freizusetzen. Damit wollen wir nicht nur einen Beitrag für mehr Chancengerechtigkeit leisten, sondern auch gesellschaftliche Brücken bauen.

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